Wetterplanung in der Fotografie: Welche Apps nutze ich am Smartphone

Von |2018-11-09T14:08:09+00:00 3. September 2018|Fotografieren lernen, Tipps|

Im heutigen Teil 2 zum Thema Wetterplanung geht es um die Apps, die ich am Smartphone nutze. Ich habe selbst ein iPhone, deswegen ist die Funktionalität der hier beschriebenen Apps auf dieses System beschränkt. Einige der Apps gibt es auch für Android. Es könnte aber sein, dass es Unterschiede in Aussehen und Funktionen gibt. Bei bestimmten Apps nutze ich die Premium-Version, die einen erweiterten Funktionsumfang haben.

Beginnen will ich mit den Apps, die ich für die Wetterplanung zu rate ziehe.

WeatherPro

Für die allgemeine Wettervorhersage greife ich nicht auf die vorinstallierte System-App von Apple zurück, sondern nutzte WeatherPro. Diese App wird von Europas größtem Wetterdienst, MeteoGroup, betrieben und gibt es als Lite (bzw. Free bei Android) oder kostenpflichtige Version. Ich nutze die kostenpflichtige Version mit einem Premium-Abo. Hier sind u.a. eine 14-tägige Wettervorhersage, stündliche Vorhersagewerte und erweitere Windinformation enthalten. Zusätzlich gibt es in der Premiumversion erweiterte Wetterkarten, ein Niederschlags-Radar, Radar- und Satellitenbilder und Badewetter. Letzteres nutze ich alles allerdings nicht.

WeatherPro Startseite

WeatherPro Startseite

Startseite

Nach dem Start der App befinden wir uns auf der Hauptseite mit allen relevanten Wetterinformationen. Als erstes sieht man im oberen Drittel die aktuelle Wetterlage am aktuellen oder zuletzt ausgewähltem Ort. Die aktuellen Wetterdaten bestehen aus Temperatur, einem Symbol, das das aktuelle Wetter darstellt und der Niederschlagsmenge. Weiterhin werden die gefühlte Temperatur, die relative Luftfeuchte und der Luftdruck angezeigt. Etwas darunter findet man Informationen für aktuelle Windsituation mit Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Tippt man auf das Wettersymbol wechselt die Ansicht rechts oben in ein Wetterradar. Unter diesen ganzen Informationen findet man eine grobe zeitliche Vorhersage mit Wetter, Temperatur und Niederschlag. Und darunter befindet sich die Wettervorhersage für die nächsten 14 Tage. 14 Tage gibt es nur in der Premiumversion, ansonsten sind es 7 Tage.

Die Wettervorhersage beinhaltet wieder eine Menge Informationen wie Symbol für Wetter, Mindest-Temperatur, Höchst-Temperatur, Sonnenstunden, Regenwahrscheinlichkeit, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Jetzt kann ich jeden Tag in dieser Vorhersage auswählen, um noch detailliertere Wetterinformationen zu bekommen. Hier kann ich mir nun genau die Daten aus der Tages-Wettervorhersage pro Stunde am Tag anschauen. Zusätzlich habe ich oben nochmals eine Aufteilung der Daten nach Dunkelheit und Tageslicht, bei denen ich mit einem Tipp noch mehr Details bekomme. Wenn ich in dieser Übersicht nach Stunden auf einen Zeitslot tippe, bekomme ich noch eine andere Sicht mit weiter Informationen.

Gehen wir mal zurück auf die eigentlich Startseite: Für die unter euch, die ziemlich auf Statistiken und/oder Datenverläufe stehen, kann man mit dem kleinen Icon oben rechts tippen. Damit kommt man auf eine Seite, die die 14- bzw. 7-Tage-Wettervorsage in einem grafischen Verlauf anzeigt. Hier kann man schnell mit einem Blick erfassen, welche Wetterdaten sich im Verlauf wie ändern.

WeatherPro Tagesdetails

WeatherPro Tagesdetails

Der untere Reiter

Damit sind wir mit den eigentlichen Wetterdaten fertig. Ganz unten im Reiter finden man noch andere Funktionen, auf die ich noch kurz eingehen möchte. Unter dem Punkt Favoriten kann man sich, zusätzlich zum aktuellen Standort, Orte suchen und abspeichern. Danach kann man sich auf der Wetterübersichtsseite durch seine gespeicherten Favoriten wischen.

Kommen wir zu den weiteren Funktionen, zu denen ich allerdings nicht so viel sagen kann, da ich sie kaum nutze. Unter Karten kann man sich bestimme Wetterdaten einfach auf einer Karte anzeigen lassen und entsprechend herein- oder herauszoomen. Unter Rad/Sat werden einem Satellitenbilder der letzten Stunden als Zeitraffer angezeigt, um zu sehen, wie sich die Bewölkung entwickelt. Und unter mehr findet man noch weiter vielfältige Informationen, für die man häufig das Premium-Abo benötigt.

Insgesamt ist WeatherPro die App, die mir persönlich am besten gefällt und mit der ich sehr gut arbeiten kann. Die vielfältigen Informationen helfen mir sehr gut, mich auf eine Fototour oder Fotoreise gut vorzubereiten. WeatherPro gibt es sowohl für iOS, als auch für Android. Die Lite- bzw. Free-Version ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrages kostenlos. Die kostenpflichtige Version kostet momentan 0,99 € (Stand September 2018). Ein Premium-Abo schlägt mit 2,99 € für 3 Monate oder 9,99 € für 12 Monate zu Buche.

RainToday

Wenn ich an einer Fotolocation angekommen bin (oder auch kurz vorher), checke ich in der WeatherPro-App das Wetter nochmal ab. Ich achte dabei auf Wind, Regen und ein möglich herannahendes Unwetter. Zusätzlich kommt dann meine nächste App zur Wetterplanung ins Spiel, nämlich RainToday.

HD Karte in RainToday

HD Karte in RainToday

Wie es der Name schon vermuten lässt, geht es in dieser App hauptsächlich um Regen, und zwar um eine Regenvorhersage. Diese ist nochmals genauer und bietet zusätzliche Funktionen, wie Mitteilungen, dass gleich Regen beginnt (bis zu 60 Minuten im voraus) und wie lange er andauern wird. Zusätzlich ist die Karte mit HD-Radar detaillierter und für mich aussagekräftiger als in WeatherPro. In der Karte kann sich zeitlich die Radarbilder eine Stunde zurück und eine Stunde im voraus (also die Regen-Prognose) anschauen. Ich benutze die App ausschließlich nur für diese beiden Funktionen (also Mitteilungen und HD-Radar) und für die kurzfristige Planung bzw. Absicherung. Eine langfristige Planung ist hiermit nicht so gut möglich.

Diese App gibt es auch für iOS und Android und ist durch Werbeeinblendungen kostenlos. Durch ein Premium-Abo kann die Werbung entfernt werden. Auch hier kostet ein Premium-Abo 2,99 € für 3 Monate oder 9,99 € für 12 Monate. Wer allerdings bereits einen MeteoGroup-Account hat und bereits ein Premium-Abo in einer der Apps von MeteoGroup hat (z.B. das gerade vorgestellte WeatherPro oder auch MeteoEarth) muss hier kein neues Abo abschliessen und nutzt das bereits vorhandene.

Windy.com

Ganz selten nutze ich zur Wetterplanung die App Windy.com. In dieser App findet man auch zahlreiche Wetterdaten, ich nutze sie aber nur für die detaillierte Windvoraussage. Und die brauche ich nur, wenn ich einen Flug mit der Drohne plane. Bei allzu starkem Wind muss ich abschätzen können, ob es zu gefährlich ist, mit der Drohne zu starten. Oder ich muss wissen, wieviel Gegenwind herrscht, um den Akkuverbrauch im groben berechnen zu können. Den ganzen anderen Rest der App nutze ich nicht und kann ich auch nichts zu sagen. Auch diese App gibt es für iOS und Android und ist kostenlos.

Es gibt sicherlich noch zahlreiche andere gute Apps zum Thema Wetterplanung, ich habe auch viele ausprobiert, bei diesen bin ich hängengeblieben. Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Beitrag einen guten Einblick geben, wie ich versuche das Wetter an einer Fotolocation zu bewerten.

Und hier das Video zu dem Beitrag

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